Mein kleiner grüner Kaktus...

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Der Seidenkaktus - Mammillariaammillaria bombycina

Foto
Die Aufnahme entstand am 2. August 2016.

Warzenkaktus, Mammillarie
 
Artenreichste, bekannteste und sicher auch beliebteste Kakteengattung
Standort: hell, warm, sonnig bis leicht halbschattig
Wuchshöhe: bis über 30cm, je nach Art
Blütezeit: hauptsächlich Frühjahr bis Sommer
Vermehrung: aus Samen oder durch Kindel

M. bombycina wächst einzeln oder sprossend, Körper bis 20 cm lang und 6cm breit, hellgrün; Warzen konisch-zylindrisch und reichlich weiße Haare, manchmal auch Borsten in den Axillen. Randdornen 30 bis 40, kurz, weiß, fein; Mitteldornen bis 4, der unterste hakig, alle gelblich oder rotbraun... ein schöner Kontrast! Blüten scharlachrot. Die Art wird auch Seidenkaktus genannt. Sie blüht nicht reich, wirkt aber schön. Pfropfung ist ratsam.

Herkunft: Mexiko

Wer kennt sie nicht, die meist kleinen, kugeligen oder zylindrischen Mammillarien mit den charakteristischen Blütenkränzen? Die Gattung ist die in Kultur und damit im Handel verbreitetste, zumindest soweit es sich um Kakteen handelt, die im blühenden Zustand angeboten werden Sie gehört zur Familie der Kakteengewächse (Cactaceae). Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Mexiko aus in die westlichen Staaten der USA, nach Arizona, New Mexico, Utah, Nevada nach Westindien und über Guatemala, Honduras bis nach Venezuela und Kolumbien. Die über 300 kugeligen bis länglichen Arten sind ungeheuer vielseitig in Form und Farbe der Bestachelung. Gemeinsames Merkmal ist die Auflösung der Rippen in Warzen, die unterschiedlich gestaltet, in sich gegenseitig überschneidenden Spiralen (sogenannten Berührungszeilen) angeordnet sind. Die wiederum bestimmen die Art. In den Vertiefungen zwischen den Warzen (Axillen) des vorjährigen Wuchses erscheinen kranzförmig die Blüten. Die Axillen können kahl sein, weisen aber bei vielen Arten mehr oder weniger lange, wollige Haare oder Borsten auf. Auch die Areolen, der Sitz der Stachelbüschel auf den Warzen, sind oft, zumindest anfangs, mit Filz oder Wolle besetzt. Dies trifft besonders häufig für den Scheitel zu. Für manche Arten typisch sind ringförmige Wollzonen in der Blütenregion. Die Varianten der Stacheln reichen von gerade, gebogen, hakig, fein oder derb, glatt, rau, kurz, lang, abstehend oder anliegend, fein behaart, borstig, weich oder steif bis haarartig oder gefiedert. Die Blüten sind unterschiedlich groß, kurz- oder langröhrig, glockig-trichterig, in der Farbpalette von Weiß über Gelb nach Rot. Sogar die Früchte sind bei vielen Arten noch ungewöhnlich attraktiv: korallenrot, glatt, verkehrt kegelförmig, bleiben längere Zeit an der Pflanze. Die Schönheit der Mammillarien geht im allgemeinen einher mit ihrer Anspruchslosigkeit und Blühwilligkeit. Das erklärt auch die Beliebtheit der Arten, die an einem sonnigen Platz auf dem Fensterbrett bei einigermaßen richtiger Pflege Jahr für Jahr mit reichen Blütenkränzen aufwarten. Das Substrat sollte halbschwer, etwas mineralisch, leicht sandig-kiesig mit geringem Lehmzusatz, humos (z. B. Buchenlauberde), nahrhaft und leicht sauer sein. Mineralische Erde ergibt eine starke, humose eine bunte Bestachelung. Im Sommer wird ein warmer, sonniger bis leicht halbschattiger Standort (letzterer von weichfleischigen und grünen Arten) bevorzugt. Vor praller Sonne (in der Übergangszeit) und (im Freien) vor Dauerregen müssen die Pflanzen geschützt werden. Wässern sollte man eher sparsam, Staunässe ist zu vermeiden. Im Winter werden die Pflanzen hell, ziemlich trocken und kühl (8 bis höchstens 14 °C) gehalten.
Viele Arten sprossen reichlich und man vermehrt sie am leichtesten über solche Sprosse. Wenn das nicht möglich ist, kann ohne größere Probleme ausgesät werden. Einige Arten pfropft man, z.B. auf Trichocereus spachianns oder Harrisia jusbertii - nur dann sind sie für die Zimmerkultur geeignet.  

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Letzte Bearbeitung: 10. Mai 2017